Gruß & Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Dauer: 4.2021-3.2024

 

Wie sprechen Menschen über große Gefühle und den ganz normalen Alltag? Wie erleben und beschreiben sie Glück und Intimität, aber auch Trennung, Krisen und Leid?  Um dies zu untersuchen, lesen, digitalisieren und erforschen Bürgerinnen und Bürger zusammen mit einem Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU und der Hochschule Darmstadt sowie der Universität Koblenz-Landau eine einzigartige und bislang unzugängliche Quelle der Alltagskultur: ein Archiv authentischer privater Liebesbriefe.

Wir freuen uns, dass das Verbundprojekt | „Gruß & Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe“, (Verbundkoordination: Technische Universität Darmstadt) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für drei Jahre (4.2021-3.2024) gefördert wird. 

Das Projekt verfolgt vier grundsätzliche Ziele:

Neben der Erschließung und Analyse sowie der Bearbeitung und Erforschung von Liebesbriefen soll anhand dieser alltagskulturellen und gefährdeten Quellen, für die bislang kein staatlicher Sammlungsauftrag existiert, eine zivilgesellschaftliche Partizipation ermöglicht und ihre dauerhafte Erforschung und Bewahrung in Gedächtniseinrichtungen erstmals sichergestellt werden.

Beteiligungsformate

Das Projekt verfolgt das Ziel, Bürgerforscher*innen methodisch bei unterschiedlichen text- und sprachbasierten Forschungspraktiken modular durch zunehmend komplexere Beteiligungsformate zu begleiten.

Hierzu werden analoge, digitale und In-situ-Kooperations- und Beteiligungsmöglichkeiten erarbeitet. Ein zentraler Aspekt ist dabei der systematische Auf- und Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit über soziale, publizistische und akademische Medien mittels drei fokussierter, aber dennoch hinreichend offener Themencluster:

  • Liebe in Krisen und Konflikten über alle Altersgruppen hinweg
  • Liebe auf Distanz in der Mitte des Lebens
  • Der Reiz der heimlichen Liebe

Sind Sie an einer Mitwirkung interessiert? Dann melden Sie sich bitte unter: liebesbriefarchiv@uni-koblenz.de 
Wir freuen uns auf Sie!

Meilensteine

Die Cluster werden in den drei an spezifische Meilensteine gekoppelten Projektjahren bearbeitet, wobei digitale Werkzeugkästen zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden.

  • Meilenstein 1: Das „ExplorationLab“, geleitet von der Universität Koblenz, in dem Bürgerwissenschaftler*innen in drei kollaborativen Labs mobilisiert und an digitale Methoden der Texterschließung herangeführt werden. Die Ergebnisse werden in wiss. Beiträgen, der Aufbereitung exemplarischer Briefe sowie Tutorials verfügbar gemacht.
  • Meilenstein 2: Das „Blind Date Café / Stelldichein“, geleitet von der TUDA und der h_da, ist dem Ausbau der Partizipation und Kollaboration gewidmet. Bürgerwissenschaftler*innen sollen als Forscherteams eigene Themencluster identifizieren und eigene Forschungsideen entwickeln. Dazu wird eine „Love Coding App“ initiiert und programmiert, die spielerische Auszeichnungen, Bewertungen und Matchings ermöglicht. Die Ergebnisse werden durch Tutorials und Blog-Beiträge gesichert.

  • Meilenstein 3: Das „Love-Coding-Lab“ wird von der ULB geleitet und organisiert standortübergreifend Communities und Workshops. Die dauerhafte und nachhaltige Integration bürgerwissenschaftlicher Ansätze ist für die beteiligten Bibliotheken zudem als physische Begegnungsorte zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft wichtig.


    Sind Sie an einer Mitwirkung interessiert? Dann melden Sie sich bitte unter: liebesbriefarchiv@uni-koblenz.de 
    Wir freuen uns auf Sie!

Das Projekt wird als Verbund  zwischen der Technischen Universität Darmstadt (TUDA), dem Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Rapp, der Universität Koblenz-Landau (UKL), dem Institut für Germanistik unter der Leitung von Prof. Dr. Eva Wyss sowie der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) unter der Leitung von Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Thomas Stäcker durchgeführt.

Unter folgendem Link erhalten Sie weitere Informationen zum Liebesbriefarchiv (LBA).

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