Briefanalyse und -auswertung

Die Analyse der Briefe erfolgt nach verschiedenen Kriterien durch Fallstudien: Dabei konnten erste Erkenntnisse zu historischen (19., 20. Jh), soziolinguistischen (Alter, Geschlecht), medienlinguistischen (Briefform, Schreibmedium) Fragestellungen gewonnen werden. Mit der systematischen Digitalisierung können die Briefe durch korpuslinguistische Verfahren (KWIC, Konkordanzen, Häufigkeitsanalysen) tiefer analysiert werden. Dazu ist allerdings erst eine Annotation der Briefe nötig, auf deren Grundlage neue Erkenntnisse zu erwarten sind.

Scan

Der erste Schritt der Digitalisierung ist das Einscannen der Briefe. Die DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung geben die Richtlinien vor, an denen entlang gearbeitet wird. Die Dokumente werden dabei mit einer Auflösung von 300 dpi sowie unter Beibehaltung der Proportionen des Originals erfasst. Jede Briefseite wird gesondert erfasst; die entstandenen Bilddateien werden im tiff-Format gespeichert, um eine Komprimierung zu vermeiden. In einem abschließenden Schritt werden dann die einzelnen Seiten eines Briefes innerhalb eines Dokumentes zusammengeführt, sodass jedem Brief eine Nummer zugeordnet werden kann. Einige Konvolute im Archiv liegen nicht im Original, sondern nur als Kopie vor, auch diese werden gescannt. Neben dem Scanprozess werden zu jedem Brief und jedem Konvolut inklusive aller Beilagen die entsprechenden Metadaten in einer gesonderten Tabelle erfasst. Angaben zu Briefschreiber/-in, Ort, Datum, genauer Abmessung und Format des Digitalisates zählen ebenso dazu wie die Anzahl der Seiten und Blätter.

Das vorliegende Beispiel ist der Scan eines Briefes aus der Korrespondenz zwischen Emmy und Rudolf aus den Jahren 1903 und 1904. das Blatt ist einseitig beschrieben und wurde zum Versand einmal in der Mitte gefaltet.

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TEI-Tranksript

Im Transkript sind insbesondere das Briefformular und die beteiligten Briefpartner mit einigen Zusatzinformationen (z. B. Geschlecht, Alter, Datum der Heirat) sowie Orte (soweit möglich mit GND-Referenz) modelliert. Namen sind wg. der geplanten onomastischen Untersuchungen typisiert (@type). Organisatorische Metadaten sind hier der Übersichtlichkeit halber sehr schlank gehalten.

Das vollständige Transkript finden Sie hier: TEI Beispiel

 

 

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